Baumhierarchie, Blattobjekt-Aufbau und Schema — Schritt für Schritt
Ein LDAP-Verzeichnis ist eine Baumhierarchie. Ganz oben stehen die Domain-Komponenten (Basis), darunter meist Organisations-Einheiten als Container-Objekte, und darunter — oder direkt unter der Basis — die Blattobjekte, die Endpunkte des Baums.
Jedes Objekt hat einen eindeutigen Distinguished Name (DN). Ein Blattobjekt gehört zu einer Objektklasse, die festlegt, welche Attribute vorhanden sein müssen (MUST) und welche optional sind (MAY).
ou=users,dc=it100,dc=intcn=xinux,ou=users,dc=it100,dc=intposixAccountobjectclass (
1.3.6.1.1.1.2.0
NAME 'posixAccount'
DESC 'Abstraction of an account with POSIX attributes'
SUP top
AUXILIARY
MUST ( cn $ uid $ uidNumber $ gidNumber $ homeDirectory )
MAY ( userPassword $ loginShell $ gecos $ description )
)
Das Schema ist das Regelwerk des Verzeichnisses. Es legt fest, welche Objektklassen und Attribute es gibt und wie mit ihnen umgegangen werden darf.
Eindeutiger Bezeichner, Syntax des Attributs, ob mehrwertig, ob indiziert. Jedes Attribut wird genau einmal im Schema definiert und kann dann von mehreren Objektklassen referenziert werden — z. B. description.
Eine Objektklasse wie posixAccount beschreibt eine Kategorie (Benutzer, Drucker, Anwendung) über eine Liste von MUST- und MAY-Attributen.
Legt fest, wie Werte bei Suchfiltern verglichen werden (z. B. case-sensitive, case-insensitive, substring-Vergleich).
Bestimmt, wer Einträge anlegen oder verändern darf — die Zugriffskontrolle auf Objekt- und Attributebene.