Interaktive Animation · Schlüsselpaare, Verfahren und ein RSA-Rechenbeispiel
1 Schlüsselgenerierung
Jeder Teilnehmer erzeugt einmalig ein zusammengehöriges Schlüsselpaar. Der private Schlüssel bleibt geheim, der öffentliche Schlüssel darf an jeden weitergegeben werden.
2 Zwei Einsatzzwecke
Das Verschlüsselungsverfahren (die Raute) ist immer dieselbe Funktion. Was am Ende herauskommt, hängt allein davon ab, welcher der beiden Schlüssel zusammen mit der Nachricht hineingegeben wird.
Mit öffentlichem Schlüssel des Empfängers verschlüsselt — Vertraulichkeit
Jeder darf mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers verschlüsseln. Nur der Empfänger kann mit seinem eigenen privaten Schlüssel wieder entschlüsseln.
Mit eigenem geheimen Schlüssel verschlüsselt — Signierung
Nur der Absender kann mit seinem privaten Schlüssel die passende Signatur erzeugen. Wichtig: Signiert wird kein Geheimnis, sondern etwas, das beiden Seiten ohnehin bekannt ist — z. B. die Nachricht selbst oder ein Prüfwert (Hash) davon. Der Empfänger entschlüsselt die Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Absenders und vergleicht das Ergebnis mit diesem bekannten Wert. Stimmen beide überein, kann die Signatur nur vom Besitzer des privaten Schlüssels erzeugt worden sein — die Echtheit ist bewiesen.
Konkretes Zahlenbeispiel für die asymmetrische Verschlüsselung aus Abschnitt 2 — mit denselben Variablen und Formeln wie im Wiki-Artikel „RSA Beispiel".
Verschlüsselung: NpS mod oS1 = vN · Entschlüsselung: vNoS2 mod oS1 = N
N = Nachricht · pS = privater Schlüssel · oS1 = erster Teil des öffentlichen Schlüssels · oS2 = zweiter Teil des öffentlichen Schlüssels · vN = verschlüsselte Nachricht
N: Nachricht B → 2
Verschlüsselung — NpS mod oS1 = vN, mit N=2, pS=5, oS1=14: 25 mod 14 = 32 mod 14 = 4
vN = 4 → Buchstabe D
Entschlüsselung — vNoS2 mod oS1 = N, mit vN=4, oS2=11, oS1=14: 411 mod 14 = 2